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- 7 Min. Lesezeit
- von Sascha Juranek
Die Fragen zum Mitnehmen: direkt hier vom Handy aus starten
Wählt die Gruppen aus, die zu eurer Feier passen, mischt die Fragen und lest sie vom Handy oder vom Beamer ab. Wer die Fragen lieber auf Papier hat, druckt sie aus.
Hakt genau die Fragen ab, die ihr vorlesen wollt. Erst sind alle aus den gewählten Gruppen angehakt, einfach abwählen, was nicht passt.
Zum Aufwärmen
Harmlos, schnell zu beantworten, keinem unangenehm. Damit fangt ihr an, sonst bleibt beim ersten Mal die halbe Runde sitzen.
- Alle, die eine Brille tragen.
- Alle, die heute Morgen schon einen Kaffee hatten.
- Alle, die ein Haustier haben.
- Alle, die Geschwister haben.
- Alle, die blonde Haare haben.
- Alle, die heute bunte Socken tragen.
- Alle, die eine Krawatte oder Fliege tragen.
- Alle, die mehr als 20 Paar Schuhe besitzen.
- Alle, die ein Instrument spielen.
- Alle, die gerne wandern gehen.
- Alle, die heute mehr als 200 Kilometer angereist sind.
- Alle, die schon einmal in dieser Location gefeiert haben.
- Alle, die ein Tattoo oder Piercing haben.
- Alle, die mehr als drei Sprachen sprechen.
- Alle, die heute mehr als drei Stunden für ihr Outfit gebraucht haben.
- Alle, die schon auf mehr als fünf Hochzeiten waren.
Rund ums Brautpaar
Hier wird es persönlich. Diese Fragen sind der Kern des Spiels, denn das Brautpaar muss danach erraten, was die Stehenden verbindet.
- Alle, die mit der Braut verwandt sind.
- Alle, die mit dem Bräutigam verwandt sind.
- Alle, die das Brautpaar schon vor der ersten gemeinsamen Wohnung kannten.
- Alle, die beim Junggesellenabschied dabei waren.
- Alle, die schon mit dem Brautpaar im Urlaub waren.
- Alle, die im selben Monat Geburtstag haben wie die Braut.
- Alle, die im selben Monat Geburtstag haben wie der Bräutigam.
- Alle, die dasselbe Hobby haben wie das Brautpaar.
- Alle, die mit dem Bräutigam im Sandkasten gespielt haben.
- Alle, die die Braut schon in Schuluniform, Trainingsanzug oder Arbeitskluft gesehen haben.
- Alle, die wussten, wann der Heiratsantrag kommt.
- Alle, die dem Brautpaar bei der Hochzeitsplanung geholfen haben.
- Alle, die schon einmal für das Brautpaar gekocht haben.
- Alle, die dem Brautpaar heute etwas Selbstgemachtes mitgebracht haben.
- Alle, die bei der Verlobung dabei waren.
- Alle, die die Braut und den Bräutigam ursprünglich getrennt voneinander kennengelernt haben, bevor die beiden ein Paar wurden.
- Alle, die das Brautpaar miteinander bekannt gemacht haben.
- Alle, die während der Trauung feuchte Augen bekommen haben.
- Alle, die heute zum allerersten Mal auf das Brautpaar getroffen sind.
Aus dem Leben
Fragen, bei denen sich die Gäste untereinander kennenlernen. Gut geeignet, wenn zwei Familien zusammenkommen, die sich vorher kaum gesehen haben.
- Alle, die verheiratet sind.
- Alle, die verlobt sind.
- Alle, die selbst Kinder haben.
- Alle, die Enkelkinder haben.
- Alle, die schon einmal Trauzeuge waren.
- Alle, die gerne einen Heiratsantrag bekämen.
- Alle, die in einer anderen Stadt wohnen als das Brautpaar.
- Alle, die im Ausland gelebt haben.
- Alle, die schon einmal die Hochzeitsrede gehalten haben.
- Alle, die heute zum ersten Mal auf einer Hochzeit sind.
- Alle, die selbst in diesem Jahr noch heiraten.
- Alle, die schon einmal eine Hochzeit abgesagt haben, weil der Termin nicht passte.
- Alle, die schwanger sind.
- Alle, die selbst schon einmal einen Heiratsantrag gemacht haben.
- Alle, die frisch verliebt sind.
Für die Tanzfläche
Diese Fragen stehen am besten kurz vor der Musik. Wer hier aufsteht, sitzt gleich darauf nicht mehr am Tisch.
- Alle, die heute Abend tanzen werden.
- Alle, die einen Tanzkurs besucht haben.
- Alle, die schon einmal bis zum Morgengrauen durchgefeiert haben.
- Alle, die den Text von mindestens einem Schlager auswendig können.
- Alle, die heute schon einen Musikwunsch im Kopf haben.
- Alle, die auf jeder Feier als Erste auf der Tanzfläche stehen.
- Alle, die lieber an der Bar stehen als zu tanzen.
- Alle, die schon einmal auf einem Tisch getanzt haben.
- Alle, die den Lieblingssong des Brautpaares kennen.
- Alle, die Karaoke lieben.
- Alle, die erst nach Mitternacht so richtig in Fahrt kommen.
Etwas frecher
Diese Gruppe könnt ihr weglassen. Sie passt, wenn der Abend schon läuft und die Runde sich kennt. Vor der Kaffeetafel mit den Großeltern eher nicht.
- Alle, die schon ein bisschen beschwipst sind.
- Alle, die mit dem Brautpaar schon einen über den Durst getrunken haben.
- Alle, die den Bräutigam schon einmal nackt gesehen haben.
- Alle, die den Bräutigam schon einmal geküsst haben.
- Alle, die der Braut schon einmal die Haare aus dem Gesicht gehalten haben.
- Alle, die schon einmal beim Brautpaar auf der Couch übernachtet haben.
- Alle, die rauchen.
- Alle, die heute Abend noch mit dem Auto nach Hause fahren wollten und es jetzt lieber lassen.
- Alle, die eine peinliche Geschichte über das Brautpaar kennen und sie für sich behalten.
- Alle, die heimlich auf das Buffet geschielt haben, bevor es eröffnet war.
- Alle, die heute schon vor dem Mittagessen ein Glas Sekt hatten.
Und die Frage, mit der alle aufstehen: Alle, die dem Brautpaar alles Glück der Welt wünschen.
72 Fragen in 5 Gruppen.
„Wie gut kennt ihr eure Gäste?” ist ein Fragespiel für die Hochzeit, bei dem alle mitmachen: das Brautpaar, die Gäste und eine Person, die die Fragen vorliest. Vorgelesen wird immer dieselbe Form: „Alle, die …”. Wer angesprochen ist, steht auf. Das Brautpaar sieht die Frage nicht und muss erraten, was die Stehenden verbindet.
Oben stehen 72 Fragen, sortiert nach Gruppen. Ihr könnt sie mischen und einzeln groß anzeigen lassen, am Handy oder über den Beamer, oder ihr druckt sie als PDF aus und legt sie dem Trauzeugen auf den Tisch.
So läuft das Spiel ab
Es braucht drei Parteien: eine Person, die vorliest, das Brautpaar und die Gäste. Der Ablauf ist immer gleich.
Die vorlesende Person nennt eine Frage, zum Beispiel „Alle, die mit der Braut verwandt sind”. Alle Gäste, auf die das zutrifft, stehen auf. Das Brautpaar schaut sich die stehende Gruppe an und rät, was der gemeinsame Nenner ist. Danach wird aufgelöst, alle setzen sich, die nächste Frage kommt.
Damit das funktioniert, darf das Brautpaar die Fragen weder vorher kennen noch währenddessen mitlesen. Am einfachsten sitzt es mit dem Rücken zum Beamer oder bekommt die Karten gar nicht erst in die Hand.
Braucht ihr Ausdrucke, einen Beamer oder reicht das Handy?
Alle drei Wege funktionieren, sie unterscheiden sich im Aufwand.
Ausgedruckt ist es am unabhängigsten. Ihr braucht keinen Strom, kein WLAN und keine Technik, die im entscheidenden Moment streikt. Die Vorlage oben ist dafür gemacht: ausdrucken, in Streifen schneiden oder als Liste liegen lassen, fertig.
Über den Beamer lesen die Gäste mit, das erhöht das Tempo, weil niemand nachfragen muss, was gerade gesagt wurde. Dafür muss das Brautpaar so sitzen, dass es die Leinwand nicht sieht, und die Leinwand darf sich auch nirgends spiegeln (dazu unten mehr). Wenn ihr ohnehin einen Beamer für eine Fotoshow habt, ist das der bequemste Weg.
Vom Handy aus geht alles Spontane. Die vorlesende Person öffnet diese Seite, wählt oben die Gruppen aus und blättert durch. Das lohnt sich vor allem, wenn das Spiel gar nicht fest geplant war und sich zwischen Kaffee und Tanz ergibt.
Wie viele Fragen, und wie lange dauert das?
Rechnet mit rund einer Minute pro Frage: vorlesen, aufstehen, raten, auflösen, hinsetzen. Zehn bis fünfzehn Fragen sind ein gutes Maß, das sind zehn bis fünfzehn Minuten.
Mehr geht, wird aber zäh. Das Spiel lebt vom Aufstehen, und Aufstehen wird nach dem zwanzigsten Mal anstrengend, besonders für ältere Gäste und für alle, die eng am Tisch sitzen. Wenn ihr merkt, dass die Runde Spaß hat, hängt lieber später noch ein paar Fragen an, als von vornherein dreißig durchzuziehen.
Die Auswahl oben ist deshalb absichtlich größer als das, was ihr an einem Abend braucht. Nehmt die Gruppen, die zu eurer Gesellschaft passen, und lasst den Rest weg.
Wer liest vor?
Nicht das Brautpaar, das ist die einzige feste Regel. Sonst kommen infrage: Trauzeugin oder Trauzeuge, ein Elternteil, ein Freund mit lauter Stimme oder der DJ.
Für den DJ spricht, dass er ohnehin ein Mikrofon in der Hand hat und den Abend im Blick behält. Er merkt, wann die Runde noch Lust hat und wann es reicht. Wenn sich aus dem Kreis der Gäste niemand meldet, ist das der naheliegende Weg. Mehr zum Ablauf steht auf der Seite zum Hochzeits-DJ.

Wer vorliest, sollte die Fragen vorher einmal durchgehen. Es geht nicht darum, sie auswendig zu können, sondern darum, die eine Frage zu erkennen, die an diesem Tisch besser ungestellt bleibt.
Wie ich das Spiel als DJ unterstütze
Das Spiel braucht keinen DJ, die Fragen oben reichen für sich. Trotzdem gehört die Unterstützung bei mir zur normalen Arbeit auf einer Hochzeit, ohne dass das extra gebucht werden muss.
Vor der Feier spreche ich mit den Trauzeugen den passenden Zeitpunkt ab, damit das Spiel die Party nicht unterbricht, sondern sich in den Abend einfügt.
Während des Spiels übernehme ich die Technik: Mikrofon und die passende Musik zur Auflösung jeder Frage. Wird ein Beamer gebraucht, kümmere ich mich auch darum. Auf Wunsch moderiere ich das Spiel auch selbst.
Belohnung für das Brautpaar: ja oder nein?
Gefragt wird das oft, nötig ist es nicht. Das Spiel trägt sich selbst, weil die Auflösung der Spaß ist.
Wenn ihr trotzdem etwas vergeben wollt, haltet es klein und witzig: ein Schnaps für jede richtige Antwort, ein Kuss auf Zuruf, ein Gutschein fürs Abwaschen im ersten Ehejahr. Große Preise verschieben den Ton, und das Spiel ist keine Quizshow.
Umgekehrt funktioniert es auch: Für jede Frage, die das Brautpaar nicht errät, darf ein stehender Gast eine kurze Geschichte erzählen. Das dauert länger, bringt aber die besseren Momente.
Varianten für andere Anlässe
Das Spiel funktioniert überall dort, wo Menschen zusammenkommen, die sich unterschiedlich gut kennen.
Zum Geburtstag wird aus dem Brautpaar das Geburtstagskind, der Rest bleibt gleich. Die Fragen aus der Gruppe „Rund ums Brautpaar” müsst ihr dafür umformulieren, die anderen passen unverändert.
In kleinen Runden unter zwanzig Gästen wird das Aufstehen schnell durchschaubar. Dreht das Spiel dann um: Die Gäste stehen auf, und das Brautpaar muss raten, ohne dass jemand die Frage gehört hat. Das ist schwerer und dauert länger pro Frage.
Bei zwei Familien, die sich kaum kennen, gehört das Spiel früh in den Abend, am besten vor dem Essen. Es ist einer der wenigen Programmpunkte, bei denen sich Gäste untereinander etwas ansehen statt nur nach vorn zu schauen.
Was in der Praxis schiefgeht
Vier Dinge, die man vorher abstellen kann:
Das Brautpaar sieht die Fragen mit. Dann ist das Raten hinfällig. Einmal saß ein Brautpaar so, dass es die Leinwand gar nicht sehen konnte. Sie spiegelte sich aber in einem Fenster. Nach der dritten Frage hatte die Braut jede Antwort schon, bevor überhaupt jemand aufgestanden war. Die Gäste fanden das großartig, das Brautpaar auch, nur das Spiel war damit vorbei. Seitdem schaue ich vor dem Start nicht nur auf die Sitzordnung, sondern auch auf Fenster und Glastüren.
Die Fragen treffen jemanden falsch. „Alle, die schon geschieden sind” ist lustig gemeint und für eine Person am Tisch keine gute Minute. Wer vorliest, sollte die Liste vorher gelesen haben, nicht nur überflogen.
Das Spiel steht an der falschen Stelle. Direkt nach dem Hauptgang sitzen alle schwer im Stuhl; direkt vor dem Eröffnungstanz nimmt es dem Tanz die Aufmerksamkeit. Dazwischen ist Platz genug.
Es dauert zu lang. Siehe oben: lieber zehn Fragen und alle wollen mehr, als dreißig und die Hälfte schaut aufs Handy.
Was sonst noch für Stimmung sorgt
Neben Spielen gibt es die üblichen Wege, Gäste zu beschäftigen: eine Fotobox aus Dresden oder eine Fotowand, an der sich über den Abend eine Sammlung ansammelt. Eine Candy-Bar oder ein Kuchenbuffet. Und Musik, die zur Runde passt. Was ein DJ für eine Hochzeit kostet und was dabei enthalten ist, steht auf der Seite zu den DJ-Kosten.
Klassiker unter den Spielen sind außerdem das Schuhspiel, das Hochzeitsquiz und das Baumstammsägen. Eine Übersicht dazu steht in den Hochzeitsspielen.
Häufige Fragen zum Spiel „Wie gut kennt ihr eure Gäste?”
Wie viele Fragen sollten wir vorbereiten?
Zehn bis fünfzehn reichen für einen Durchgang von etwa einer Viertelstunde. Legt euch ein paar zusätzliche zurecht, falls die Runde weitermachen will.
Wer sollte die Fragen vorlesen?
Jeder außer dem Brautpaar. Häufig übernehmen es die Trauzeugen oder der DJ, der ohnehin ein Mikrofon hat.
Wann im Ablauf passt das Spiel am besten?
Nach dem Essen und vor dem Tanz, mit etwas Abstand zu beidem. Bei Gesellschaften, die sich noch nicht kennen, funktioniert es auch schon zum Sektempfang.
Braucht das Spiel Vorbereitung?
Wenig: Fragen auswählen, Sitzordnung prüfen, jemanden zum Vorlesen bestimmen. Ausdrucken müsst ihr nur, wenn ihr weder Beamer noch Handy nutzen wollt.
Können auch ältere Gäste mitspielen?
Ja, aber plant Fragen ein, bei denen niemand aufstehen muss. Handheben tut es genauso. Sagt das zu Beginn einmal an, dann macht auch mit, wer schlecht zu Fuß ist.
Video zum Spiel
Noch mehr Spielideen sammeln Daniel Bestgen und Tobi Schagen auf ihrem Kanal „Tipps für Deine Hochzeit”, von dort stammt auch das folgende Video.
Zum Video „Das sind die besten Hochzeitsspiele”
Beitrag „Hochzeitsspiel: Wie gut kennt Ihr Eure Gäste?” geschrieben von Hochzeits-DJ Sascha Juranek. Folgt mir auf Instagram, für mehr Tipps rund um Hochzeiten: @DJSascha:Juranek